Die Aktie von Nebius (NBIS) steigt aufgrund der Bloom Energy-Partnerschaft für KI-Rechenzentren um 15 %

Inhaltsverzeichnis: Die Aktien von Nebius (NBIS) stiegen während der Handelssitzung am Donnerstag um 14,69 %, nachdem der KI-Infrastrukturanbieter eine strategische Zusammenarbeit mit Bloom Energy (BE) bekannt gab, dessen Aktien nach der Ankündigung ebenfalls um 8,93 % zulegten. Nebius Group N.V., NBIS Durch die Vereinbarung werden die Festoxid-Brennstoffzellensysteme von Bloom in das wachsende KI-Rechenzentrumsnetzwerk von Nebius integriert. Diese Brennstoffzellen erzeugen Strom durch einen elektrochemischen Prozess statt durch Verbrennung, was im Vergleich zur herkömmlichen Stromerzeugung zu geringeren Emissionen, minimalem Wasserverbrauch und einer vereinfachten behördlichen Genehmigung führt. Der regulatorische Vorteil hat auf dem heutigen Markt ein erhebliches Gewicht. Der schnelle Einsatz von Energie hat sich zu einem entscheidenden Wettbewerbsvorteil entwickelt. „Sauberer Strom praktisch ohne Schadstoffe wird vor Ort bereitgestellt, und zwar zu den von unseren Kunden benötigten Zeitplänen und mit der Verfügbarkeit, die KI-Arbeitslasten erfordern“, erklärte Andrey Korolenko, Chief Infrastructure Officer von Nebius. Das erste Projekt der Partnerschaft mit einer installierten Leistung von 328 MW soll in der zweiten Hälfte dieses Jahres seinen Betrieb aufnehmen. Als wichtigster limitierender Faktor für die Erweiterung von KI-Rechenzentren hat sich die Verfügbarkeit der Stromversorgung herausgestellt. Große Cloud-Anbieter von Amazon bis Alphabet haben in den jüngsten Quartalsberichten immer wieder auf diese Herausforderung hingewiesen: Der Rechenbedarf übersteigt das verfügbare Stromangebot deutlich. Nebius hat seine Betriebsstrategie speziell entwickelt, um diese Infrastrukturlücke zu schließen. Das Unternehmen bietet seinen Kunden eine dedizierte KI-Infrastruktur, hochmodernen GPU-Zugriff und garantierte Stromverfügbarkeit – und das alles mit schnelleren Bereitstellungsfristen, als dies bei herkömmlichen Hyperscale-Anbietern normalerweise der Fall ist. Im ersten Quartal erfüllte Nebius seine Kapazitätsverpflichtungen gegenüber Großkunden wie Microsoft und Meta. Das Unternehmen hat sich mittlerweile über 3,5 GW vertraglicher Stromverträge gesichert und damit sein bisheriges 3-GW-Ziel übertroffen und seine vertragliche Stromprognose für 2026 auf über 4 GW angehoben. Das Management plant, bis zum Jahresende 2026 eine angeschlossene Leistung von 800 MW bis 1 GW zu erreichen, verglichen mit etwa 220 MW Ende 2025. Nebius prognostiziert für 2026 einen Umsatz zwischen 3 und 3,4 Milliarden US-Dollar, wobei die erwarteten jährlichen wiederkehrenden Einnahmen (ARR) zwischen 7 und 9 Milliarden US-Dollar liegen. Sollte das Unternehmen eine angeschlossene Kapazität von 1 GW erreichen und einen ARR von 11 Millionen US-Dollar pro MW erzielen, läge die theoretische Umsatzrendite bei 11 Milliarden US-Dollar. Aktuelle Schätzungen der Wall Street gehen für das Geschäftsjahr 2027 von einem Umsatz von 10,9 Milliarden US-Dollar aus – was darauf hindeutet, dass der Markt bereits optimistische Wachstumsszenarien berücksichtigt hat. Die Finanzierung dieser aggressiven Expansion erfordert im Jahr 2026 Investitionsausgaben in Höhe von 20 bis 25 Milliarden US-Dollar, was etwa 600 bis 800 % des prognostizierten Umsatzes für diesen Zeitraum entspricht. Dieses Kapital wurde teilweise durch Aktienemissionen und wandelbare Schuldtitel beschafft. Die Aktienverwässerung hat seit dem Tiefpunkt im Jahr 2025 etwa 6,4 % erreicht. Führungskräfte gehen davon aus, dass sie sich bei der Finanzierung der laufenden Entwicklung weitgehend auf Vorauszahlungen der Kunden verlassen werden. Trotz der Ausweitung der Aktienzahl wird der ARR pro Aktie im Jahr 2026 voraussichtlich um dreistellige Prozentsätze steigen, was nach Ansicht von Marktbeobachtern die Verwässerungseffekte mehr als ausgleicht. Von den neun in den letzten drei Monaten veröffentlichten Analysteneinschätzungen empfehlen sechs die Empfehlung „Kaufen“, während drei die Empfehlung „Halten“ aussprechen. Das Konsenspreisziel liegt bei 221,71 US-Dollar, was einer potenziellen Aufwertung von etwa 0,81 % gegenüber dem aktuellen Handelsniveau entspricht. Basierend auf dem geschätzten Umsatz für das Geschäftsjahr 2027 weist NBIS derzeit ein Preis-Umsatz-Verhältnis von etwa 4,6x auf, was im Vergleich zum Branchendurchschnitt von 3,7x leicht höher ist.