Regulierungsallianz erweitert sich, da Securities Watchdog Futures Industry Guardian in die Bitcoin-Aufsichtsbemühungen einbezieht

Am 21. Mai wurde zwischen der U.S. Securities and Exchange Commission und der National Futures Association ein Memorandum of Understanding unterzeichnet, das formal festlegt, wie sie Untersuchungen koordinieren, Informationen austauschen und Risiken auf den Wertpapier- und Derivatemärkten überwachen werden.
Die Absichtserklärung deckt drei Bereiche ab: Management neuer Risiken, Koordinierung von Prüfungsprogrammen und Überwachung der Finanzmarktbedingungen. Laut der Pressemitteilung der SEC werden Mitarbeiter beider Institutionen regelmäßige Koordinierungstreffen abhalten.
SEC- und NFA-Mitarbeiter können jetzt Compliance-Daten austauschen
Die Vereinbarung formalisiert die weitgehend informelle Zusammenarbeit. Mitarbeiter der SEC und der NFA können unabhängig von einem individuellen Anfrageprozess Informationen zur Einhaltung von Wertpapier- und Derivatevorschriften austauschen.
Die Koordination zwischen Regulierungsorganisationen bietet Unternehmen einen vorhersehbaren, unkomplizierten Weg zur Einhaltung von Vorschriften und bietet umfassenden Schutz für Anleger, die Vertrauen in unsere Märkte aufbauen.
SEC-Vorsitzender Paul S. Atkins
Er bezeichnete die Absichtserklärung als einen weiteren Schritt zur Straffung der Zusammenarbeit zwischen Regulierungsbehörden.
Thomas W. Sexton, Präsident und CEO von NFA, bezeichnete diese Vereinbarung als „wichtigen Meilenstein“, der zum Schutz der Kunden und zur Wahrung der Marktintegrität beitragen würde.
Der SEC-CFTC-Deal vom März legte den Rahmen fest
Die Vereinbarung ist Teil einer umfassenderen Strategie der US-Finanzaufsichtsbehörden zur Koordinierung der Aufsicht über Wertpapier- und Derivatemärkte.
Im März unterzeichneten die SEC und die Commodity Futures Trading Commission eine separate Absichtserklärung, die sich auf die Harmonisierung der Aufsicht über marktübergreifende Produkte und doppelt regulierte Unternehmen konzentriert.
Wie Cryptopolitan berichtete, formulierte SEC-Vorsitzender Atkins diesen Deal als ein Ende jahrzehntelanger regulatorischer Revierkämpfe, die „Innovationen erstickt und Marktteilnehmer in andere Gerichtsbarkeiten gedrängt“ hätten.
Traditionell hat sich die SEC auf solche Vereinbarungen verlassen, wenn sie mit der FINRA und staatlichen Wertpapierkommissionen für Prüfungskoordinierungs- und Durchsetzungsfragen zusammenarbeitet. Diese Methode hat zu gemischten Ergebnissen geführt.
Branchenverbände haben wiederholt darauf hingewiesen, dass Doppelregistranten trotz formaler Koordinierungsbemühungen weiterhin doppelte Dokumentenanträge und Prüfungen erhalten.
Die Regulierungsbehörden entgegnen, dass die Rahmenwerke den Informationsaustausch verbessert und Aufsichtslücken bei Marktstress verringert hätten.
Das SEC-FINRA-Koordinationsmodell wird oft als Teilerfolg bezeichnet. Es wurden klarere Prüfungsprotokolle für Broker-Dealer eingeführt und gemeinsame Durchsetzungsverweisungen ermöglicht.
Doch von mehreren Behörden regulierte Unternehmen beschweren sich weiterhin über doppelte Meldepflichten und unterschiedliche Compliance-Erwartungen. Die SEC-NFA-Vereinbarung scheint darauf abzuzielen, ähnliche Spannungen im Derivatesektor zu beseitigen.
Die Absichtserklärung überspringt die Klassifizierung digitaler Vermögenswerte, deckt jedoch Krypto-Derivate ab
In der Absichtserklärung werden digitale Vermögenswerte oder Kryptowährungen nicht ausdrücklich erwähnt. Die NFA reguliert jedoch eine Reihe von Unternehmen, die am Markt für Kryptowährungsderivate beteiligt sind, und daher kann der Informationsaustausch im Rahmen der Absichtserklärung Auswirkungen auf deren Regulierung und Prüfung haben.
Coinbase Financial Markets erhielt die NFA-Genehmigung, im Jahr 2023 als Futures-Provisionshändler zu operieren. Andere kryptonative Unternehmen mit NFA-Registrierung würden unter den koordinierten Aufsichtsrahmen fallen.
Anfang dieses Jahres nutzten die SEC und die CFTC ihre Absichtserklärung vom März, um eine gemeinsame Interpretation herauszugeben, die eine Taxonomie für Krypto-Assets festlegt und sich damit befasst, wie Bundeswertpapiergesetze auf gängige Krypto-Aktivitäten anzuwenden sind.
Diese Veröffentlichung vom 17. März war das erste konkrete Ergebnis der Harmonisierungsinitiative. Die SEC-NFA-Absichtsvereinbarung könnte ähnliche praktische Ergebnisse für die Derivateseite liefern, insbesondere wenn die beiden Behörden damit beginnen, gemeinsame statt getrennter Prüfungen durchzuführen.
Das MOU beantwortet keine wichtige offene Frage: Welche konkreten Token sollten als Wertpapiere und welche als Waren eingestuft werden?
Diese Entscheidung hängt noch von der ausstehenden Gesetzgebung, vor allem dem CLARITY Act, und künftigen gemeinsamen Leitlinien der SEC und der CFTC ab.
Doppelregistrierte wünschen sich weniger überlappende Prüfungen
Die Wirksamkeit des Abkommens hängt davon ab, wie aggressiv beide Agenturen das Rahmenwerk anwenden. In behördenübergreifenden Absichtserklärungen sind in der Regel Bestimmungen zum Informationsaustausch und zu regelmäßigen Treffen enthalten, die Umsetzung variiert jedoch.
Unternehmen, die sowohl von der SEC als auch von der NFA beaufsichtigt werden, werden aufmerksam beobachten, ob es in den nächsten Quartalen tatsächlich zu einem Rückgang der Überschneidungen zwischen Inspektionen kommt.
Drei Absichtserklärungen in drei Monaten (SEC-CFTC im März, die gemeinsame Krypto-Taxonomie vom 17. März und jetzt SEC-NFA) stellen die schnellste Phase regulatorischer Koordinierungsaktivitäten auf den US-Finanzmärkten seit der Dodd-Frank-Ära dar.
Für Kryptofirmen, die im Bereich Wertpapiere und Derivate tätig sind, bildet sich die Koordinationskette. Die Regeln haben sich noch nicht geändert. Die Behörden, die sie durchsetzen, beginnen miteinander zu reden.