SpaceX-Börsengang: Können die Märkte das rekordverdächtige Börsendebüt im Wert von 86,5 Milliarden US-Dollar verkraften?

Inhaltsverzeichnis SpaceX von Elon Musk bereitet sich auf sein Börsendebüt an der Nasdaq am 12. Juni vor und strebt eine bahnbrechende Bewertung von 2 Billionen US-Dollar an. Das Luft- und Raumfahrtunternehmen beabsichtigt, sich durch dieses Angebot rund 86,5 Milliarden US-Dollar zu sichern und es damit zum bedeutendsten Börsengang in der amerikanischen Finanzgeschichte zu machen. Um dies ins rechte Licht zu rücken: Der Börsengang von Alibaba im Jahr 2014 brachte 21,8 Milliarden US-Dollar ein, während das Marktdebüt von Facebook im Jahr 2012 etwa 16 Milliarden US-Dollar einbrachte. SPACEX steht kurz davor, den Preis für den größten Börsengang der Geschichte auf 75 Milliarden US-Dollar zu erhöhen. Zielwert: 1,8 Billionen US-Dollar. Mehr als doppelt so groß wie bei jedem Börsengang, der jemals gepreist wurde. Aber die Größe ist nicht die wahre Geschichte. Die Wall Street schreibt ihre Regeln buchstäblich um, um sich daran anzupassen: • Nasdaq änderte seine… pic.twitter.com/BTomzVRqjB – IPO Newsroom (@IPONewsroom_) 31. Mai 2026 Das Erreichen dieser Bewertung würde SpaceX sofort zu einem der wertvollsten Unternehmen der Welt machen und bei der Marktkapitalisierung knapp hinter Amazon zurückbleiben. Der Zeitpunkt fällt mit einer robusten Phase für die amerikanischen Aktienmärkte zusammen. Der S&P 500 nähert sich der 8.000-Punkte-Schwelle, während sich der Nasdaq der 30.000-Punkte-Marke nähert. Bemerkenswert ist, dass der S&P 500 allein im zweiten Quartal um über 16 % gestiegen ist. Marktbeobachter sind nicht allgemein optimistisch, was die Fähigkeit des Marktes angeht, ein Angebot dieser Größenordnung reibungslos zu verarbeiten. Rupert Mitchell, ein ehemaliger Manager bei Goldman Sachs und Salomon Brothers, der jetzt Blind Squirrel Macro leitet, hat gewarnt, dass es keinen vergleichbaren Präzedenzfall für eine Kapitalbeschaffung dieser Größenordnung gibt. Seine Analyse legt nahe, dass Anleger etwa eine halbe Billion Dollar für diese Notierung bereitstellen müssen, um eine erfolgreiche Umsetzung zu erreichen. Mitchells Berechnungen deuten darauf hin, dass passive Investmentvehikel etwa 44 Milliarden US-Dollar des Gesamtangebots von 86,5 Milliarden US-Dollar kaufen werden. Bloomberg Intelligence prognostiziert, dass Indexfonds, die dem S&P 500, Nasdaq und Russell 1000 folgen, zusammen etwa 48 % der öffentlich verfügbaren Aktien von SpaceX erwerben werden. Dieses Kapital muss aus bestehenden Positionen stammen. Marktanalysten gehen davon aus, dass Gelder, die an SpaceX fließen, die Liquidation anderer liquider Bestände erfordern, die derzeit in diesen Benchmark-Indizes enthalten sind. Jay Woods von Freedom Capital Markets betonte, dass jeder einzelne Privatanleger, der einen S&P 500-Indexfonds in seinem Altersvorsorgeportfolio unterhält, automatisch ein SpaceX-Engagement erhält. Das Unternehmen arbeitet derzeit mit Verlust, verfügt über eine Führungsstruktur, in der eine Einzelperson über 79 % der Stimmrechte verfügt, und bietet lediglich 5 % der Aktien im öffentlichen Umlauf an. Woods kritisierte diese Regelung und erklärte, der Index sei „nicht dafür konzipiert“ und betonte, dass er ursprünglich dazu gedacht sei, Unternehmen anzuerkennen, die bereits finanziellen Erfolg durch nachhaltige Rentabilität gezeigt hätten. Der IPO-Antrag von SpaceX umfasst 380 Seiten und enthüllt zahlreiche Details, die über zuvor verfügbare öffentliche Informationen hinausgehen. Obwohl Tesla nicht direkt an diesem Angebot beteiligt ist, erhält das Unternehmen im gesamten Dokument 87 Erwähnungen. In der Einreichung geht es um gemeinsame Halbleiterkomponenten, gemeinsame Projekte im Bereich der künstlichen Intelligenz und eine Halbleiterfertigungspartnerschaft mit Tesla und Intel namens Terafab. SpaceX erklärt ausdrücklich die Absicht, „unsere strategische Zusammenarbeit mit Tesla zu vertiefen“. Das Unternehmen verwendet eine interne Methodik namens „der Algorithmus“, die fünf aufeinanderfolgende Schritte umfasst, wobei der Schwerpunkt auf der Eliminierung überflüssiger Komponenten, der Optimierung der verbleibenden Elemente und der Automatisierungsimplementierung erst nach Abschluss der ersten vier Phasen liegt. Ein konkurrierender CEO lobte im Jahr 2024 öffentlich die resultierende Architektur des Raptor-Triebwerksdesigns von SpaceX. In Bezug auf die Umsatzzusammensetzung stellt Starlink den wichtigsten Wachstumstreiber des Unternehmens dar. Das Segment Satelliteninternet erwirtschaftete im Jahr 2025 11,4 Milliarden US-Dollar der gesamten Weltraum- und Konnektivitätseinnahmen von SpaceX in Höhe von 15,5 Milliarden US-Dollar, was einem erheblichen Wachstum gegenüber 7,6 Milliarden US-Dollar im Jahr 2024 entspricht. Die Aktivitäten im Bereich der künstlichen Intelligenz von SpaceX, zu denen die X- und Grok-Plattformen gehören, trugen 3,2 Milliarden US-Dollar bei, verzeichneten jedoch im Jahr 2025 ein Betriebsdefizit von 6,4 Milliarden US-Dollar. Voraussichtlich rechnet SpaceX damit, Ende 2026 mit der Bereitstellung fortschrittlicher V3-Starlink-Satelliten zu beginnen, die eine Download-Fähigkeit von einem Terabit pro Sekunde bieten. Im folgenden Jahr werden die V2-Mobilsatelliten ihren Direkt-zu-Gerät-Konnektivitätsdienst verbessern, der derzeit 7,4 Millionen monatliche Nutzer in 30 Ländern bedient. John Higgins, Chef-Marktberater bei Capital Economics, stellte fest, dass große Börsengänge nicht immer Marktkorrekturen auslösen. Allerdings bezeichnete er die diesjährigen KI-gesteuerten Listings, darunter SpaceX, Anthropic und OpenAI, als eine legitime Prüfung der aktuellen Marktstabilität. Entdecken Sie mit Expertenanalysen Aktien mit der besten Performance in den Bereichen KI, Krypto und Technologie.