„Stablecoins“ könnten mit der Weiterentwicklung der Technologie zu einem veralteten Begriff werden, sagt a16z Crypto

Inhaltsverzeichnis Stablecoins wurden entwickelt, um ein bestimmtes Problem zu lösen: Kryptovolatilität. Allerdings argumentiert a16z crypto nun, dass der Begriff nicht mehr erfasst, was aus der Technologie geworden ist. Da Stablecoins zur globalen Finanzinfrastruktur heranwachsen, fühlt sich die Bezeichnung immer enger an. Der ursprüngliche Name deutete auf einen Patch hin, nicht auf eine Plattform. Ähnlich wie „Pferdestärke“ kann es noch lange bestehen bleiben, nachdem es nicht mehr genau ist. Stablecoins entstanden zum ersten Mal, als die Kryptomärkte höchst unvorhersehbar waren. Die Preise könnten innerhalb weniger Stunden um 20 % fallen oder steigen. Dies machte alltägliche Finanzaktivitäten für Benutzer nahezu unmöglich. Deshalb haben Entwickler Vermögenswerte geschaffen, die darauf ausgelegt sind, einen stabilen Wert zu behalten. Der Name „Stablecoin“ machte damals Sinn. Es teilte den Benutzern genau mit, was der Vermögenswert bot. Allerdings erfasst diese Beschreibung nicht mehr das Gesamtbild. Stabilität ist seitdem zu einer Grundvoraussetzung und nicht mehr zu einem Unterscheidungsmerkmal geworden. Heutzutage dienen Stablecoins einem viel umfassenderen Zweck im globalen Finanzwesen. Sie bewegen Werte sofort über Grenzen hinweg, ohne die Verzögerungen, die beim traditionellen Bankgeschäft auftreten. Die Abwicklung erfolgt in Echtzeit und nicht über mehrere Werktage. Jeder, der über einen Internetzugang verfügt, kann sie direkt verwalten, ohne dass ein Vermittler beteiligt ist. a16z crypto bringt es klar auf den Punkt: „Stabilität steht jetzt auf dem Spiel. Sie ist eine Voraussetzung und nicht der Punkt.“ Dieser Wandel verändert die Art und Weise, wie die Branche über die Technologie denken sollte. Der Fokus hat sich von dem, wovor Stablecoins schützen, hin zu dem, was sie tatsächlich aufbauen können, verlagert. Das ist ein bedeutender Richtungswechsel. Da Stablecoins auf programmierbaren Blockchains laufen, können sie auch in Anwendungen eingebettet werden. Das ist etwas, was traditionelles Geld nie leisten konnte. Die Technologie verhält sich mittlerweile eher wie Software als wie herkömmliche Währungen. Die Sprache in der Technologie bleibt oft hinter dem Produkt selbst zurück. Menschen „wählen“ immer noch Nummern auf Smartphones und „filmen“ mit Kameras, die keinen Film verwenden. Diese Begriffe blieben bestehen, auch nachdem sich die Technologie völlig weiterentwickelt hatte. a16z crypto zieht eine direkte Parallele zu diesem Muster: „Wie ‚Pferdestärke‘ verankert uns der Begriff Stablecoins in einem früheren mentalen Modell.“ Der Name war zunächst nützlich, doch nun weist er auf ein Problem hin, das den Raum nicht mehr definiert. Wenn man daran festhält, riskiert man, ein mächtiges neues Primitiv als einfache Lösung darzustellen. Diese Formulierung könnte das Verständnis der Technologie durch den breiteren Markt verlangsamen. Es gibt noch eine dritte Möglichkeit, und vielleicht die wahrscheinlichste. Die Technologie könnte einfach in den Hintergrund verschwinden. Als elektrische Beleuchtung zum Standard wurde, nannte man sie nicht mehr „elektrisch“. Es wurde einfach „leicht“. Da Stablecoins auf Billionen anwachsen und globale Zahlungsströme unterstützen, ist der Name möglicherweise weniger wichtig. a16z crypto sieht das Endziel klar: „Geld verhält sich zum ersten Mal wie der Rest des Internets: schnell, programmierbar, allgegenwärtig.“ Entscheidend wird sein, wie sich das Geld verhält, nicht wie es heißt. Die Technologie entwickelt sich weit über das Etikett hinaus, das sie einst definierte.