Tether friert 344 Millionen US-Dollar an USDT auf Tron ein, die im Zusammenhang mit „illegalen Aktivitäten“ stehen

Tether, das Kryptounternehmen, das vor allem für die Ausgabe des weltweit größten Stablecoins bekannt ist, gab am Donnerstag bekannt, dass es USDT-Token im Wert von 344 Millionen US-Dollar in zwei Wallets auf der Tron-Blockchain eingefroren hat, nachdem es Anfragen von US-Behörden erhalten hatte.
Das Einfrieren erfolgte, nachdem die Behörden die Adressen wegen angeblicher Links zu illegalen Aktivitäten markiert hatten, teilte das Unternehmen am Donnerstag in einem Blogbeitrag mit. Die Aktion verhinderte eine weitere Bewegung der Gelder.
Das Unternehmen machte keine Angaben zur Art der Aktivität oder wer die Geldbörsen kontrolliert. Das Blockchain-Analyseunternehmen AMLbot sagte, die Adressen seien in Dokumenten und Beiträgen zu Betrugsfällen aufgetaucht.
Der Schritt erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem die Debatte über die Rolle und Verantwortung von Stablecoin-Emittenten bei der Unterbindung von Geldern im Zusammenhang mit illegalen Geldtransfers wieder im Rampenlicht steht. Die Financial Action Task Force warnte kürzlich, dass Stablecoins zunehmend für illegale Transaktionen, einschließlich Sanktionsumgehung und Geldwäsche, verwendet werden. Öffentliche Blockchains ermöglichen die Rückverfolgung von Transaktionen, während Emittenten weiterhin die Möglichkeit haben, Vermögenswerte unter bestimmten Bedingungen einzufrieren.
Das Problem geriet diesen Monat nach dem 285-Millionen-Dollar-Exploit des Drift-Protokolls in den Fokus, bei dem Angreifer Hunderte Millionen USDC-Stablecoins transferierten und Gelder über Ketten hinweg überbrückten. Kritiker argumentierten, dass Circle (CRCL), der Emittent von $USDC, schneller hätte handeln können, um Vermögenswerte einzufrieren und Verluste zu begrenzen, während das Unternehmen sagte, dass es solche Maßnahmen nur dann ergreift, wenn es gesetzlich vorgeschrieben ist oder auf Anfrage von Strafverfolgungsbehörden und Behörden.
Tether sagte, es arbeite mit den Strafverfolgungsbehörden zusammen, wenn Geldbörsen mit der Umgehung von Sanktionen oder kriminellen Netzwerken verknüpft seien, und habe weltweit mehr als 2.300 Fälle in 340 Behörden in 65 Ländern unterstützt.