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Wells Fargo geht nicht mehr davon aus, dass die Fed in diesem Jahr die Zinsen senken wird

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cryptonewstrend.com
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Wells Fargo geht nicht mehr davon aus, dass die Fed in diesem Jahr die Zinsen senken wird

Der US-Finanzriese Wells Fargo hat seine Zinserwartungen für 2026 deutlich revidiert. Der Investmentzweig der Bank, das Wells Fargo Investment Institute, gab an, dass er nicht mehr damit rechnet, dass die Fed die Zinsen in diesem Jahr senken wird, da die geopolitischen Risiken aufgrund des Iran-Konflikts gestiegen sind und die Inflationsunsicherheiten bestehen.

Zuvor hatte das Institut zwei Zinssenkungen im Jahr 2026 prognostiziert. In seiner jüngsten Einschätzung stellte es jedoch fest, dass der beobachtete Anstieg der Inflation möglicherweise nur vorübergehend sei, die Fed in einem Umfeld hoher Unsicherheit jedoch vorsichtiger agieren werde. Die Strategen von Wells Fargo sagten: „Das Gleichgewicht der Risiken ermutigt die Fed jetzt, geduldig zu sein.“ Andererseits betonte Nick Timiraos, ein Reporter des Wall Street Journal und bekannt für seine engen Verbindungen zur Fed, die Widerstandsfähigkeit des US-Arbeitsmarktes. Laut Timiraos zeigten die Beschäftigungsdaten vom März einmal mehr, warum Ökonomen es lange vermieden haben, pessimistisch in Bezug auf den Arbeitsmarkt zu sein. Trotz aggressiver Zinserhöhungen, regionaler Bankenkrisen und Handelsschocks in den letzten vier Jahren ist es dem Arbeitsmarkt gelungen, über Wasser zu bleiben.

Der Konflikt mit dem Iran und die daraus resultierenden Schwankungen der Energiepreise und Lieferketten stellen diese Widerstandsfähigkeit jedoch an ihre Grenzen. Im März stieg die Beschäftigung in den USA um 178.000 und glich damit den starken Rückgang von 133.000 im Februar aus. Auch die Arbeitslosenquote sank auf 4,3 Prozent und kehrte damit den Anstieg vom Vormonat um.

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Die Datendetails deuten jedoch auf ein vorsichtigeres Bild hin. Die Lohnerhöhungen haben sich auf den niedrigsten jährlichen Wert seit der Erholungsphase nach der Pandemie verlangsamt. Timiraos stellt fest, dass das monatliche Beschäftigungswachstum zwischen Februar und März im Durchschnitt nur 22.500 betrug.

Ökonomen weisen darauf hin, dass diese relative Stabilität auf dem Arbeitsmarkt nun auch bei einem geringeren Beschäftigungswachstum aufrechterhalten werden kann. Aufgrund rückläufiger Zuwanderung und steigender Rentenquoten reicht bereits ein im Vergleich zu den Vorjahren geringeres Nettobeschäftigungswachstum aus, um das Marktgleichgewicht aufrechtzuerhalten. Dies könnte den Weg für eine längere abwartende Haltung der Fed bei ihrer Zinspolitik ebnen.

*Dies ist keine Anlageberatung.