Western Digital (WDC)-Aktie fällt trotz starker Gewinne um 3 % – sollten Anleger den Rückgang kaufen?

Inhaltsverzeichnis: Die Aktien von Western Digital (WDC) fielen während der Handelssitzung am Donnerstag um 3,1 % und schlossen in der Nähe der Spanne von 575 bis 577 US-Dollar ab, obwohl die wichtigsten Marktindizes ihre relative Stabilität beibehielten. Die Aktie erreichte im Tagesverlauf kurzzeitig die Marke von 564,56 US-Dollar und markierte damit einen leichten Rückgang nach einer beeindruckenden Rallye, die die Aktien kürzlich auf Rekordniveau katapultierte. Bei der Handelsaktivität von Western Digital Corporation und WDC wurden etwa 6,4 Millionen Aktien registriert – etwa 28 % unter dem typischen Tagesdurchschnitt von 8,87 Millionen. Das unterdurchschnittliche Volumen deutet darauf hin, dass es sich bei diesem Preisrückgang eher um eine Konsolidierung als um eine besorgniserregende Abwanderung von Anlegern handelt. Dieser bescheidene Rückgang erfolgte vor einem ansonsten günstigen Hintergrund für den Speicherlösungsanbieter. WDC-Aktien sind im Vormonat um fast 23 % gestiegen und übertrafen damit deutlich sowohl den Anstieg des Technologiesektors um 10 % als auch den Anstieg des S&P 500 um 4,59 % im gleichen Zeitraum. Was die finanzielle Leistung betrifft, beeindruckte Western Digital die Anleger mit robusten Ergebnissen für das dritte Quartal, die am 30. April veröffentlicht wurden. Das Unternehmen meldete einen Gewinn pro Aktie von 2,72 US-Dollar und übertraf damit die Prognose von Street von 2,39 US-Dollar. Der Umsatz erreichte 3,34 Milliarden US-Dollar und übertraf damit den Konsens von 3,25 Milliarden US-Dollar, was einer deutlichen Steigerung von 45,5 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Um dies ins rechte Licht zu rücken: Das Unternehmen erwirtschaftete im Vergleichsquartal zwölf Monate zuvor nur einen Gewinn je Aktie von 1,36 US-Dollar. Eine solch dramatische Expansion erregt die Aufmerksamkeit wachstumsorientierter Anleger. Das Management gab für das vierte Quartal 2026 eine Prognose ab und prognostizierte einen Gewinn je Aktie zwischen 3,10 und 3,40 US-Dollar. Die bevorstehende Gewinnmitteilung wird voraussichtlich einen Gewinn je Aktie von 3,28 US-Dollar ausweisen – was einem Wachstum von etwa 97,6 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht. Die Umsatzprognosen für dieses Quartal belaufen sich auf 3,69 Milliarden US-Dollar. Die Prognosen für das Gesamtjahr gehen von einem Gewinn je Aktie von 10,02 US-Dollar und einem Gesamtumsatz von 12,87 Milliarden US-Dollar aus. Sell-Side-Analysten haben ihre Preisziele aktiv nach oben korrigiert. Die Citigroup erhöhte ihr Ziel um beachtliche 37 % und trug damit dazu bei, dass WDC Anfang dieser Woche Rekordwerte erreichte. Barclays erhöhte sein Kursziel erst am 27. Mai von 450 $ auf 620 $ und behielt dabei seine „Übergewichtung“ bei. TD Cowen und Rosenblatt Securities legten im Mai beide Kursziele von 500 US-Dollar fest und bekräftigten jeweils ihre „Kauf“-Empfehlung. Morgan Stanley bekräftigte sein „Übergewichtung“-Rating, begleitet von einem Ziel von 488 US-Dollar. Von den 22 Analysten, die Western Digital beobachten, vergeben 18 Kaufratings, einer bleibt bei einer starken Kaufempfehlung und nur drei empfehlen, die Aktie zu halten. Das durchschnittliche Konsenskursziel liegt bei 424,33 US-Dollar – deutlich unter dem aktuellen Handelsniveau, was zeigt, wie schnell die Aktie an Wert gewonnen hat. WDC verfügt derzeit über ein erwartetes Kurs-Gewinn-Verhältnis von 59,3 und liegt damit deutlich über dem Branchendurchschnitt von 24,53. Dieser Bewertungsaufschlag deutet darauf hin, dass der Markt mit einer anhaltenden Expansion rechnet. Western Digital hat kürzlich eine vierteljährliche Dividendenerhöhung von 0,13 US-Dollar auf 0,15 US-Dollar pro Aktie angekündigt. Die Ausschüttung erfolgt am 17. Juni, als Stichtag gilt der 5. Juni. Dies entspricht einer annualisierten Dividendenrendite von etwa 0,1 %. Was Insider-Transaktionen betrifft, veräußerte die Führungskraft Cynthia Tregillis im April 363 Aktien für 377,09 US-Dollar pro Aktie, während Vidyadhara K. Gubbi im März 8.518 Aktien für 255,32 US-Dollar verkaufte. Insgesamt haben Unternehmensinsider in den letzten drei Monaten rund 37.408 Aktien veräußert. 92,51 % der ausstehenden Aktien sind im institutionellen Besitz, wobei zahlreiche Investmentfonds ihre Anteile im ersten und zweiten Quartal 2026 ausbauen.